Samstag, 25. Februar 2012

Lohnt es sich, einen Soundtrack zu kaufen, wenn man den dazugehörigen Film nicht kennt?


In diesem Fall lautet die Antwort eindeutig: ja.
"Three hours of new music from Academy Award winners Trent Reznor and Atticus Ross" - so kündigt es die Verpackung an. 
Geboten wird tatsächlich eine dreistündige, atmosphärisch dichte musikalische Traumreise, direkt ins Herz der Finsternis. 37 instrumental/elektronische Einzelkunstwerke, eingebettet zwischen den beiden einzigen nicht-sprachlosen Stücken "Immigrant Song" (Led Zeppelin-Cover, dem Karen O von den Yeah Yeah Yeahs ihre Stimme leiht) und "Is your love strong enough" (Trent Reznors und Atticus Ross' Projekt How To Destroy Angels) ergeben ein solides Gesamtkonzept, dass dennoch abwechslungsreich ist und nie langweilig wird. Musik zum immer-wieder-hören, die einen ohne Umschweife packt und an einen anderen Ort verfrachtet - einen Ort an dem selbst die vertrautesten Dinge eine neue, düstere Bedeutung zu bekommen scheinen.
Den Film habe ich zwar tatsächlich noch nicht gesehen, dafür aber die Bücher umso mehr genossen, und kenne daher die Geschichte, die hinter der Musik steht - was sicher noch einen zusätzlichen Reiz des Ganzen ausmacht.